29. Der Gesamtenergieverbrauchtbezieht sich auf das Haupthaus, WIFI-Tirol und alle 9 Bezirksstellen:
Der Strombedarf wird vollständig durch Grünstrom der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) gedeckt, der zu 100 % aus erneuerbaren Energien – überwiegend Wasserkraft – stammt.
| Tabelle C | Erneuerbar (MWh) | Nicht erneuerbar (MWh) | Gesamt (MWh) |
|---|---|---|---|
| Strom (wie auf Rechnungen der Energiever-sorger angegeben) | 2.218,52 | 0,00 | 2.218,52 |
| Brennstoffe (i.S.v. Energieträger wie z.B. Erdöl, Erdgas, Biogas) | 856,46 | 2.417,90 | 3.274,36 |
| Gesamt | 3.074,98 | 2.417,90 | 5.492,88 |
30. CO₂-Bilanzierung
Die Bilanzierung wurde mit dem WKO-Klimabilanztool durchgeführt, das auf den methodischen Grundlagen des GHG-Protokolls beruht.
Die Scope 1 und Scope 2 Emissionen wurden vollumfänglich erfasst.
Die Datenqualität der erfassten Daten ist insgesamt als sehr gut einzustufen: Für alle erfassten Bereiche liegen konkrete, belegte Verbrauchsdaten vor; Schätzungen oder Annahmen waren nicht erforderlich.
Das Klimabilanztool berechnet automatisch aus den eingegeben Energie- und Brennstoffdaten die dazugehörigen Scope 3 Emissionen (Kategorie 3.3 Treibstoff- und energiebezogene Tätigkeiten). Auch die anfallenden Abfallmenge aus Punkt 38 wurden vom Tool in CO₂-Werte umgerechnet (Kategorie 3.5 Anfallende Abfälle)
Ebenfalls in Scope 3 sind die Verbrauchsgüter erfasst, die 2024 angeschafft wurden. Diese umfassen unter anderem Positionen wie Papier und die IT-Ausrüstung.
Es ist geplant die Erfassung der Scope 3 Emissionen in den nächsten Jahren zu erweitern, da ein großer Anteil in den Kategorien 3.6 Geschäftsreisen und 3.7 Pendeln der Mitarbeiter:innen anfällt.
30a. + 30b. Scope 1 und Scope 2 Emissionen
| Tabelle D für Scope 1 und Scope 2 Emissionen – WKT Hauptgebäude | GHG Emissionen (tCO₂e) |
|---|---|
| Scope 1 | 68,22 |
| Scope 2 | 62,86 |
| Gesamt | 131,08 |
| Tabelle D für Scope 1 und Scope 2 Emissionen – WIFI Hauptgebäude | GHG Emissionen (tCO₂e) |
|---|---|
| Scope 1 | 340,13 |
| Scope 2 | 127,44 |
| Gesamt | 467,57 |
31. CO₂-Emissionen pro Vollzeitäquivalent (VZÄ)
Als Körperschaft öffentlichen Rechts erzielt die Wirtschaftskammer Tirol keine Umsatzerlöse im klassischen betriebswirtschaftlichen Sinne. Eine Berechnung der Treibhausgasintensität in Relation zu den Umsatzerlösen ist daher für unsere Organisation nicht aussagekräftig. Aus diesem Grund ist es für uns zielführender, die CO₂-Emissionen in Relation zu den Vollzeitäquivalenten (VZÄ) darzustellen. Für die Klimabilanzen der Standorte Wirtschaftskammer Tirol Haupthaus und WIFI Tirol 2024 wurden die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2) zusammengerechnet. Die Summe beträgt 598,64 t CO₂e, was auf das Vollzeitäquivalent von 393 Mitarbeiter:innen einen durchschnittlichen Wert von ca. 1,52 t CO₂e pro VZÄ ergibt. Da Scope-3-Emissionen in diesem Umfang nicht erfasst wurden, spiegelt dieser Wert die direkten und energiebezogenen Emissionen pro Mitarbeiter:in wider und liefert eine verlässliche Kennzahl für die interne Steuerung und Maßnahmenplanung.
34. Gesamte Flächennutzung
Alle Neubauten und baulichen Erweiterungen der Wirtschaftskammer Tirol erfolgen ausschließlich auf bereits versiegelten Flächen. Die zugrunde liegenden Daten stammen aus Grundbuchsauszügen und umfassen sowohl Bauflächen als auch sonstige Flächen (z. B. Parkplätze). Erfasst sind dabei sämtliche Standorte – das Haupthaus, das WIFI Tirol, die Bauakademie sowie alle neun Bezirksstellen. Als naturnahe Flächen gelten laut Grundbuch jene Bereiche, die als Gärten ausgewiesen sind. Diese sind an allen Standorten vorhanden, mit Ausnahme von Reutte, Imst, dem WIFI Tirol und der Bauakademie, da dort keine naturnahen Flächen bestehen. Ergänzend bestehen in Imst außerhalb des Standortes sogenannte Sommerwiesen, die ebenfalls als naturnahe Flächen (außerhalb des Standorts) berücksichtigt werden
| 34. Tabelle G für Landnutzung | Gebiet (m²) | ||
|---|---|---|---|
| Flächennutzungstyp | Vorjahr m² | Berichtsjahr m² | % Veränderung |
| Gesamte versiegelte Fläche | 42.719 | 42.719 | 0,00 |
| Gesamte naturnahe Fläche (vor Ort) | 14.061 | 14.061 | 0,00 |
| Gesamte naturnahe Fläche (außerhalb des Standorts) | 1.580 | 1.580 | 0,00 |
| Gesamte Flächennutzung | 58.360 | 58.360 | 0,00 |
35. Gesamte Wasserentnahme
Die Wirtschaftskammer Tirol bezieht ihr Wasser von der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB). Die Wasserentnahme erfolgt bedarfsgerecht und im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Es werden nur die für den Betrieb notwendigen Mengen entnommen, wobei auf einen effizienten und schonenden Umgang mit Wasser geachtet wird. Ziel ist es, den Wasserverbrauch zu minimieren und die Ressource langfristig zu schonen.
Da die Wirtschaftskammer Tirol keine Produktionsprozesse betreibt, beschränkt sich die Wasserentnahme auf den betrieblichen Bedarf. Im Jahr 2024 betrug die Wasserentnahme im Haupthaus rund 1.780 m³ und im WIFI rund 7.895 m³.
| 35. Tabelle H für Wasser | Wasserentnahme (m³) | Wasserverbrauch (wenn anwendbar) |
|---|---|---|
| Alle Standorte | 9.675 | 0,00 |
| Standorte in Gebieten mit hoher Wasserknappheit | 0,00 | 0,00 |
37. Grundsätze der Kreislaufwirtschaft
Die Wirtschaftskammer Tirol setzt mit ihrem Abfallmanagement auf die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft: Ressourcenschonung, Vermeidung von Reststoffen und die Rückführung von Wertstoffen in den Nutzungskreislauf. Eine wichtige Grundlage dafür ist die transparente Erfassung und Auswertung der Abfallströme.
Nachfolgend werden die Abfalldaten des Haupthauses der Wirtschaftskammer Tirol in Innsbruck sowie des WIFI dargestellt. Während im WIFI insbesondere in den Werkstätten auch gefährliche Abfälle anfallen, konzentriert sich das Abfallaufkommen im Haupthaus auf die typischen Ströme eines Bürobetriebs. Die Tabellen geben einen Überblick über Mengen und Zusammensetzung und bilden die Basis für weitere Optimierungen im Bereich Ressourcenschonung und Abfallmanagement.
38a. Abfalldaten WIFI
| Gesamter generierter Abfall in Tonnen | 192 | |
|---|---|---|
| wovon: | Abfall zur Wiederverwendung oder zum Recycling umgeleitet wird | Abfall zur Entsorgung weitergeleitet wird |
| Nicht-gefährlicher Abfall | ||
| Papier, Karton | 109 | |
| Leichtverpackungen | 3 | |
| Biomüll | 12 | |
| Restmüll | 59 | |
| Altglas | 4 | |
| Gefährlicher Abfall | 4,8 | |
| Batterien | <1 |
38b. Abfalldaten Wirtschaftskammer Tirol
| Gesamter generierter Abfall in Tonnen | 17 | |
|---|---|---|
| wovon: | Abfall zur Wiederverwendung oder zum Recycling umgeleitet wird | Abfall zur Entsorgung weitergeleitet wird |
| Nicht-gefährlicher Abfall | ||
| Papier, Karton | 13 | |
| Leichtverpackungen | <1 | |
| Biomüll | 2 | 1 |
| Restmüll | 1 | |
| Altglas | <1 | |
| Gefährlicher Abfall | 0,1 | |
| Batterien | <1 |
Alle Kennzahlen im Bereich Soziales beinhalten das Haupthaus der Wirtschaftskammer Tirol, das WIFI Tirol, sowie die Bezirksstellen.
39. Vollzeitäquivalent
In der Wirtschaftskammer Tirol waren im Jahr 2024 476 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Dies entspricht 393 Vollzeitäquivalenten. Die Differenz zeigt, dass ein Teil der Mitarbeiter:innen in Teilzeit oder anderen Arbeitszeitmodellen beschäftigt war.
| Personenanzahl bzw. VZÄ | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Köpfe | 465 | 476 |
| VZÄ | 383 | 393 |
Vollzeitäquivalent bezeichnet die Anzahl der Vollzeitstellen in einem Unternehmen. Es kann berechnet werden, indem die geplanten Arbeitsstunden einer Mitarbeiterin bzw. eines Mitarbeiters (d. h. die tatsächlich geleisteten Wochenstunden) durch die für eine Vollzeitstelle im Unternehmen festgelegten Wochenstunden dividiert werden.
39a. Art des Arbeitsvertrages (befristet oder unbefristet)
Die überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter:innen ist unbefristet angestellt. Lediglich 83 Arbeitsverträge sind befristet, beispielsweise in Form von Jahresverträgen oder Verträgen für Studierende, die bis zum Ende ihres Studiums laufen. Diese Regelung ermöglicht es, flexibel auf personelle Bedarfe zu reagieren und gleichzeitig langfristige Kontinuität und Stabilität im Team sicherzustellen.
| 2023 | 2024 |
|---|---|
| 69 | 83 |
39b. Geschlecht
Im Jahr 2024 gab es in der Wirtschaftskammer Tirol 297 Mitarbeiterinnen und 179 Mitarbeiter. Somit waren 62% der Mitarbeiter:innen weiblich.
| 2023 | 2024 | |
|---|---|---|
| männlich | 176 | 179 |
| weiblich | 289 | 297 |
| divers | 0 | 0 |
39c. Das Land des Arbeitsvertrages
nicht relevant für die Wirtschaftskammer Tirol
40. Fluktuationsrate
Falls das Unternehmen 50 oder mehr Arbeitnehmer:innen beschäftigt, hat es die Fluktuationsrate der Arbeitnehmer:innen für den Berichtszeitraum anzugeben. Die Kennzahl zeigt, wie viele Mitarbeiter:innen das Unternehmen innerhalb eines Jahres verlassen haben, und unterstützt uns dabei, Personalentwicklungsmaßnahmen zu planen sowie die Mitarbeiter:innenbindung gezielt zu stärken.
| 2023 | 2024 |
|---|---|
| 8,62 | 7,25 |
Fluktuationsrate (%) = (Anzahl der Austritte im Berichtsjahr / Durchschnittliche Mitarbeiter:innenzahl im Berichtsjahr) × 100
41. Arbeitnehmerbezogene Sicherheitskennzahlen
Die Sicherheit unserer Mitarbeiter:innen hat für die Wirtschaftskammer Tirol höchste Priorität. Entsprechend erfassen wir systematisch alle meldepflichtigen Arbeitsunfälle und deren Ursachen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zur Prävention umzusetzen.
41a. Anzahl und die Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle
| 2023 | 2024 |
|---|---|
| 11 | 2 |
41b. Anzahl der Todesfälle, die auf arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen zurückzuführen sind
| 2023 | 2024 |
|---|---|
| 0 | 0 |
42. Vergütung, Kollektivverträge und Mitarbeiter:innenentwicklung
42a. Alle Mitarbeiter:innen werden nach den bestehenden gesetzlichen Vorschriften entlohnt.
42b. In der folgenden Tabelle ist der unbereinigte Gender Pay Gap dargestellt (Vergleich Durchschnittsgehalt Mann und Frau). Die Werte ergeben sich dadurch, dass prozentuell mehr Führungspositionen männlich besetzt sind.
| 2023 | 2024 |
|---|---|
| 14,79 | 11,27 |
Formel: [(Durchschnittlicher Bruttostundenlohn männlicher Mitarbeitender − Durchschnittlicher Bruttostundenlohn weiblicher Mitarbeitender) ÷ Durchschnittlicher Bruttostundenlohn männlicher Mitarbeitender] × 100
42c. Der Anteil der Mitarbeiter:innen, die unter die Anwendung von Tarif- bzw. Kollektivverträge fallen, ist auf die Lehrlinge beschränkt.
| 2023 | 2024 |
|---|---|
| 9 | 8 |
Gilt bei uns nur für Lehrlinge – d.h. Anzahl der Lehrlinge
42d. Schulungsstunden
Im Bereich der Schulungen gab es im Jahr 2023 einen Umbruch in der Erfassung der Schulungsstunden, die Auswertungen für das Jahr 2024 sind daher detaillierter dargestellt.
| 2023 | 2024 |
|---|---|
| Im Jahr 2023 waren insgesamt 465 Mitarbeiter:innen in der Wirtschaftskammer Tirol beschäftigt. Davon nahmen 233 Personen, entsprechend 50 %, an Schulungen teil. Unter den Schulungsteilnehmer:innen waren 160 weiblich und 73 männlich. | Bei einer Gesamtmitarbeiterzahl von 476 waren 249 bei Schulungen. Das sind 52,31%. Von den 249 Teilnehmer:innen waren 214 Mitarbeiter:innen und 35 Führungskräfte. Von den 249 Teilnehmer:innen waren 75 männlich und 174 weiblich. Gesamt 358 Schulungsstunden. |