Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Wesentlichkeitsprozesses war die Stakeholderanalyse. Ziel war es, die Perspektiven relevanter interner und externer Anspruchsgruppen zu den identifizierten Themen einzuholen, deren Relevanz zu bewerten und neue Themen zu identifizieren.
Insgesamt wurden vier Stakeholderdialoge organisiert. Im Dezember 2024 fanden zwei Dialogformate mit Vertreter:innen öffentlicher Institutionen, Bildungseinrichtungen und Sozialpartnern statt. Ziel war der Abgleich der bisherigen Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse sowie die Sammlung weiterer Impulse. Die Dialoge waren offen und partizipativ gestaltet, um Raum für Diskussion und neue Perspektiven zu bieten.
Ein zentrales Ergebnis dieser Dialoge war die Bestätigung der besonderen Rolle der Wirtschaftskammer Tirol als Sprachrohr und Impulsgeberin für die nachhaltige Transformation in Tirol. Diese Funktion wurde von den Stakeholdern als wesentlich hervorgehoben.
Im Februar 2025 folgten zwei weitere Workshops mit Stakeholdergruppen – den Mitgliedsbetrieben sowie den Mitarbeiter:innen der Wirtschaftskammer Tirol. Bei den Mitgliedern wurde bewusst auf eine breite Mischung aus Klein-, Mittel- und Großunternehmen aus unterschiedlichen Branchen geachtet, um ein vielfältiges Meinungsbild zu erhalten. Auch bei der Auswahl der Mitarbeiter:innen wurde auf eine diverse Zusammensetzung aus verschiedenen Abteilungen und Hierarchieebenen geachtet. Ziel war es, die bisherigen Erkenntnisse aus verschiedenen Perspektiven zu validieren und zusätzliche Sichtweisen in den Prozess zu integrieren.
Phase 3: Abgleich und Integration der Stakeholderperspektiven
In einem weiteren Schritt wurden die Ergebnisse der internen Bewertungen mit den Rückmeldungen aus den Stakeholderdialogen systematisch abgeglichen. Ziel dieser Phase war es, die Themen aus den Workshops (Phase 1) und der internen Priorisierung (Phase 2) mit den Perspektiven der externen Anspruchsgruppen zu spiegeln und gegebenenfalls zu ergänzen oder neu zu gewichten.
Dabei wurden alle identifizierten Themen erneut geprüft und inhaltlich angepasst, wenn neue Aspekte aus dem Stakeholderdialog hinzukamen oder bestehende Einschätzungen eine justierte Bewertung erforderten. Diese konsolidierte Betrachtung ermöglichte eine ausgewogene und umfassende Festlegung der wesentlichen Themen im Sinne der doppelten Wesentlichkeit nach ESRS. Im Großen und Ganzen wurden alle von uns ermittelten Themen von den Stakeholdern bestätigt. Eine wichtige Erkenntnis aus den Stakeholderdialogen war für uns, dass wir als wichtige Multiplikatoren für das Thema Nachhaltigkeit in der Wirtschaft wahrgenommen werden und uns der Verantwortung, die das mit sich bringt, noch bewusster geworden sind.
Eine vollständige Matrix mit allen bewerteten Themen und Detailbewertungen wurde intern dokumentiert.